Taufe

Die Taufe ist das Eingangstor zum Christ-Sein

In Christi Wort, „Macht alle Menschen zu meinen Jüngern, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch bis zum Ende der Welt“ (Mt 28,19) ist der Auftrag zur Spendung der christlichen Taufe grundgelegt. Dieses Wort macht deutlich, dass die Taufe letztlich nicht nur eine einmalige Feier ist, sondern eine Lebenswende hin zu Christus und somit ein Zeichen des Glaubens an den dreifaltigen Gott. Die Spendung der Taufe erfolgt individuell nach Absprache mit den Tauffamilien in der Regel als Einzeltaufe. So ist es möglich, die Feier sehr persönlich zu gestalten. Ebenso ist aber grundsätzlich auch die Möglichkeit gegeben, im Rahmen des Gemeindegottesdienstes zu taufen.

Eucharistie

Die Eucharistie ist seit den Anfängen zentraler Bestandteil des katholischen Gottesdienstes und katholischer Frömmigkeit. Sie wird bezeichnet als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (II. Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium 11). In ihr wird nicht nur das letzte Mahl Jesu gegenwärtig, sondern auch die Erlösung, die er durch sein Leiden und Sterben am Kreuz erwirkt hat. Jedes Jahr werden an St. Paulus die Kinder des dritten Schuljahrs in Gruppen auf den Empfang der ersten heiligen Kommunion vorbereitet. Unter dem Sakrament der »Eucharistie« (auch als heilige Kommunion, Abendmahl oder Altarsakrament bezeichnet) versteht die Kirche das Danksagen für die Liebe Gottes sowie die unblutige Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers von Jesus Christus.

Im kirchlichen Glauben ist Jesus Christus in der von ihm gestifteten Gemeinschaft der Kirche, besonders in den verwandelten Gaben von Brot und Wein, gegenwärtig. Der Name kommt vom griechischen »eucharistia« und lässt sich mit »Danksagung« übersetzen.

Firmung

Sakrament der Bestätigung und Beglaubigung der Taufe

Die Firmung steht in Verbindung zum Sakrament der Taufe, mit dem es in der Frühzeit des Christentums auch gemeinsam gefeiert wurde. In der Firmung wird der Empfänger des Sakramentes mit der Gabe des Heiligen Geistes besiegelt, um ihn in seinem Glauben an Christus zu bestärken, ihn in der Gemeinschaft der Kirche zu festigen (lat. firmare: festigen) und ihn zum Zeugnis in Wort und Tat intensiver zu verpflichten. Auf diese Weise ist die Firmung dem Pfingstfest ähnlich. Wird die Firmung nach der Eucharistie (Erstkommunion) gefeiert, kommt mit ihr die sakramentale Eingliederung des Christen (Initiation) in die Kirche an ihr Ende.

Nach Taufe, Erstkommunion und Firmung ist jemand ein Christ mit allen Rechten und Pflichten für seinen Auftrag in Kirche und Welt. Daneben ist in den letzten Jahrzehnten der Entscheidung, das Sakrament der Firmung zu empfangen, auch ein Bekenntnischarakter von Seiten des Firmlings zugewachsen. Entscheidet sich ein Christ, meist ein Jugendlicher, für die Firmung, so entspricht dies einer bewussten Entscheidung für den Glauben und einer Übernahme des Taufversprechens, das bei der Kindertaufe die Eltern und die Paten für das Kind abgegeben haben.

Beichte

Freude über die Vergebung

In Psalm 32 beschreibt König David die Freude, die in das Herz des Menschen zurückkehrt, wenn er das ausspricht, was ihm auf der Seele liegt und belastet. „Solang ich es verschwieg, waren meine Glieder matt, den ganzen Tag musste ich stöhnen. Denn deine Hand lag schwer auf mir bei Tag und bei Nacht; meine Lebenskraft war verdorrt wie durch die Glut des Sommers. Da bekannte ich dir meine Sünde und verbarg nicht länger meine Schuld vor dir. Ich sagte: Ich will dem Herrn meine Frevel bekennen. Und du hast mir die Schuld vergeben.“ (Psalm 32)

Sünde ist zu wenig Liebe!     

Ein neues Gebot gebe ich euch: „Liebt einander! Wie ich euch geliebt habe, so sollt auch ihr einander lieben. Daran werden alle erkennen, dass ihr meine Jünger seid: wenn ihr einander liebt.“ (Joh. 13,34) Sünde ist zu wenig Liebe! Zu wenig Liebe zu mir selbst, zu den Mitmenschen, gegenüber der Schöpfung und vor allem Gott gegenüber.

Vergebung – das zentrale Anliegen der Botschaft Jesu

Unser Handeln hinterlässt in der Welt Spuren im positiven wie im negativen Sinn.  Wir können unsere Taten nicht ungeschehen machen. Einzig Gott kann Sünden vergeben. Die wichtigste Botschaft Jesu Christi ist: „Die Zeit ist erfüllt, das Reich Gottes ist nahe. Kehrt um und glaubt an das Evangelium.“ (Mk 1,15) Jesus möchte vom Menschen keine großen Opfer, sondern er möchte, dass wir ihm das geben, was uns bedrückt und unfrei macht – unser Versagen gegenüber der Liebe – die Sünde. Immer wieder spricht der Herr im Evangelium die Worte: „Deine Sünden sind dir vergeben. Gehe hin und sündige nicht mehr“.  Dieselben wirkmächtigen Worte spricht Gott zu uns durch den Mund des Priesters in der Beichte.

Ehe

In der kirchlichen Trauung schließt das Brautpaar vor Gott in der kirchlichen Gemeinschaft feierlich seine Ehe und tut kund, dass es diese im Glauben an Gott und sein Wirken führen will. Gleichzeitig werden im Trauungsgottesdienst Gottes Segen und Schutz für die Brautleute erbeten, den er ihnen im Sakrament der Ehe schenkt. Nach dem katholischen Eheverständnis ist die Ehe ein unauflöslicher Bund, mit dem das Ehepaar seine Lebensgemeinschaft begründet. Das Brautpaar verspricht sich am Altar die Treue in guten und schlechten Tagen. So soll in der Liebe der Ehepartner die Liebe Gottes zu den Menschen deutlich werden. Daher ist der menschliche Bund der Ehe ein Abbild der Treue Gottes zu den Menschen.

Kranken-Salbung

Das Sakrament der Krankensalbung

Das Sakrament der Krankensalbung ist die Antwort der Kirche auf die Erfahrung von Krankheit und körperlicher wie seelischer Schwäche des Menschen, der sich so als endliches Geschöpf erfährt. Die Krankensalbung soll dem Christen helfen, seine Lage anzunehmen und für ihn Zeichen der Hoffnung sein. So zeigt sich in der Krankensalbung, dass Gott barmherzig ist und sich des Elends des Kranken annimmt. Jesu besondere Zuwendung galt gerade den Kranken und Armen, und er selbst hat Leiden und Kreuz erfahren müssen.

Die Krankensalbung ist grundgelegt in der Hl. Schrift, im Jakobusbrief: „Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich; sie sollen Gebete über ihn sprechen und ihm im Namen des Herrn mit Öl salben. Das gläubige Gebet wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten; wenn er Sünden begangen hat, werden sie ihm vergeben.“ (Jak 5,14f) Der Begriff Letzte Ölung für das Sakrament der Krankensalbung wird in der Regel nicht mehr verwendet, da die Krankensalbung heute nicht mehr nur in unmittelbarer Todesgefahr gespendet wird, wenngleich sie den Kranken auch auf den Hinübergang in die Ewigkeit vorbereitet.